Jahreskongress 2018

Am vergangenen Freitag, 23.03.2018, fand der diesjährige DNLA-Jahreskongress im Flughafenhotel Sheraton in Düsseldorf statt. Das Zusammentreffen stand in diesem Jahr ganz unter der Überschrift „DNLA Jahreskongress 2018 –  alles digital? Der Mensch in der Arbeitswelt der Zukunft“.

 


Bereits am Vorabend fand sich ein Teil der DNLA-Partner im Sheraton-Hotel Düsseldorf Airport ein. Bei einem gemeinsamen Getränk an der Hotelbar ergaben sich schon hier schöne Möglichkeiten zum Networking und zum Erfahrungsaustausch der DNLA Partner untereinander.

 



Es folgte der „offizielle“ Teil des Kongresses am Freitag den 23.03.2018. Im Anschluss an die Begrüßung der Teilnehmer durch die Geschäftsführung der DNLA GmbH begann die Konferenz mit der persönlichen Vorstellungsrunde. Anschließend wurden die diesjährigen DNLA-Awards für besonders herausragende Projekte mit Bezug zu den DNLA Analyseverfahren ausgezeichnet:

 


Der erste Preis ging an die Vereine „Kreuzberger Kreis e.V.“ sowie „FrauenTechnikZentrum e.V“, die sich im Bundesland Berlin unter anderem um die Förderung und Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bemühen. Frau Dr. Perlick vom Kreuzberger Kreis sowie Frau Hoffmann vom FrauenTechnikZentrum stellten die bisherigen Ergebnisse des nun seit anderthalb Jahren andauernden Projektes AiS – Ausbildung in Sicht vor. Und die konnten sich sehen lassen: So ist es in vielen Fällen gelungen, nicht zuletzt durch die Anwendung der DNLA-Analyseverfahren, den Teilnehmern – inzwischen schon mehrere hundert - eine Standortbestimmung inklusive eines qualifizierten Feedbacks und somit wichtige Impulse für die zukünftige persönliche Entwicklung zu geben.

 

 


Im Anschluss leitete Klaus Haddick die zweite Preisverleihung ein, indem er kurz die Historie der Kooperation zwischen dem Anbieter im Bereich Personalmanagementsoftware perbit Software GmbH und der DNLA GmbH erläuterte. So wendet perbit die DNLA Verfahren seit 13 Jahren an und ist daher nahezu ein Kunde der „ersten Stunde“. In dieser Zeit wurde das in seiner heutigen Form praktizierte Personalentwicklungskonzept „PERSONALBILANZ“ maßgeblich im Rahmen der Kooperation entwickelt und ausgebaut. Hendrik Kellermeyer, Geschäftsführer der perbit GmbH, stellte sehr anschaulich den Entwicklungsprozess über die Jahre hinweg dar und zeigte den Mehrwert (Bindung von Mitarbeitern, Gewinnung passender Mitarbeiter, Krankheitsrate gering) der nachhaltigen Personalentwicklung mittels DNLA auf. Mit Stolz konnte Hendrik Kellermeyer berichten, dass die erfolgreiche Arbeit von perbit in diesem Bereich zu einigen Auszeichnungen (u.a. mehrfacher Great Place to Work) geführt hat. Diese Sammlung im Hause perbit erhielt nun noch einmal Zuwachs durch die Überreichung des DNLA-Awards.

 


Die dritte und damit letzte Auszeichnung entfiel in diesem Jahr auf eine „Branche“, die sich doch deutlich von den weiteren Anwendungsgebieten unterscheidet. So wurde das Bistum Würzburg, in Person vom Schulrat im Kirchendienst Jürgen Engel, für die langjährige Unterstützung der dort lernenden Theologie-Studenten prämiert. Engel absolvierte 2012 eine Ausbildung zum DNLA-Moderator. Seitdem arbeitet er erfolgreich mit Theologiestudenten, die sich auf einen pastoralen Beruf vorbereiten. Dabei überträgt er die in der freien Wirtschaft bewährten Methoden der Personalentwicklung auf diese Zielgruppe. Damit hat Herr Engel der Kirche einen neuen Bereich der Personalentwicklung erschlossen. Herrn Engel gelang es dabei sehr eindrucksvoll und lebendig, u.a. durch die Wiedergabe eines Kurzfilmes, den Werdegang und die Beweggründe eines Theologie-Studierenden aufzuzeigen. Diese Einleitung nutzte er, um deutlich zu machen, in welcher Form die DNLA- Analysen im Rahmen dieses Studiums im Sinne der individuellen „Karriereberatung“ eingesetzt werden. Jeder Student der Theologie, der im Bistum Würzburg einen pastoralen Beruf anstrebt, absolviere im dritten Semester eine Potenzial-Analyse im Zentrum für Theologiestudierende. So dürfe etwa das Ergebnis im Bereich „Empathie“ zwar sehr gut, aber nicht zu hoch sein, denn bei zu viel Einfühlungsvermögen drohe dem Mitarbeiter ein Burn-out. Zudem werde von zukünftigen Seelsorgerinnen und Seelsorgern insgesamt eine hohe persönliche Kompetenz erwartet, die es schon in jungen Jahren zu entwickeln gilt. Sehr zur Freude des Vortragenden stellte er abschließend fest, dass auch in der Pastoral der Zukunft Menschen mit hoher Eigenverantwortlichkeit und großer Einsatzfreude gebraucht werden.

 


Nach der Mittagspause stand ein weiteres Highlight auf der Tagesordnung. So betrachtete Dr. Schanz, als Verantwortlicher für den Bereich Wissenschaft, Bildung, Beruf des Verbands der Elektrotechnik VDE, die Themen Personal und Kompetenzanforderung, vor dem Hintergrund der Trendthemen Digitalisierung und Industrie 4.0, aus der Verbandsperspektive. Passend wählte er als Überschrift seines Vortrags „Sozialkompetenz im Spannungsfeld von Schule, Studium und  Wirtschaft in Zeiten von Industrie 4.0 und digitalem Wandel“. Dr. Michael Schanz verstand es gleich zu Beginn Interesse zu wecken, indem er den Teilnehmern deutlich machte, wie sich aktuell der Arbeitsmarkt für Ingenieure der Elektrotechnik darstellt. Hierbei ging er zunächst auf die sogenannte „Versorgungslücke“ ein, um daraufhin aufzuzeigen, welche Kompetenzen zukünftig von Ingenieuren erwartet werden. Fachkompetenzen werden nach Ansicht des VDEs hier grundlegend als vorhanden angenommen. Eine Differenzierung der Teilnehmer wird allerdings anhand der außerfachlichen Kompetenzen, wie Sozial- und Managementkompetenz, erforderlich sein. Nach Ansicht des Vortragenden sorgt die Komplexität der „digitalen Welt“ u.a. dafür, dass zukünftige Ingenieure in diesen „weichen Faktoren“ dringend positive Ausprägungen gebrauchen, um Lösungen für die anfallenden Probleme aufzuzeigen. Abschließend konnte er anhand dieser Erkenntnis einen Bogen zu den DNLA Verfahren schlagen, die bei der Ermittlung der Kompetenzausprägung Abhilfe schaffen könnten. Sein Fazit wählte er durchaus pointiert: „Sozialkompetenz ist nicht nur was für Weicheier“.

 


Im letzten Vortrag an diesem Tage präsentierte Frau Wirths von der Society for Intercultural Education, Training and Research – kurz SIETAR die Möglichkeiten und Tätigkeitsfelder einer internationalen Trainervereinigung in Zeiten einer international vernetzten Welt. Ganz im Stile des Tagungsthemas „Alles digital?!“ wurde Frau Wirths live per Skype-Konferenz in den Konferenzsaal geschaltet. Anhand Ihres eigenen Werdegangs bei SIETAR beschrieb Sie die Rolle einer solchen Vereinigung in einer Welt, die stetig komplexer, digitaler und damit nicht zuletzt auch interkultureller wird. In einem Punkt waren sich Vortragende und Teilnehmer sicher: durch die in diesem Jahr offiziell bekundete Kooperation ergibt sich die Möglichkeit, Themenfelder in dem Bereich Bildung oder bei der Integrationsarbeit gemeinsam mit einer maximal hohen Kompetenz zu erschließen.

 


Ausgezeichnete Praxisprojekte, Impulsvorträge - ein prall gefülltes Programm, das auch bei den Kongressteilnehmern sehr gut ankam. Zwischen den Progammpunkten gab es aber auch noch genug Gelegenheit für die Kongressteilnehmer, sich weiter zu vernetzen und auszutauschen.

 


Wir bedanken uns bei all unseren Partnern für die engagierte Teilnahme am Kongress, für die ausgezeichnete Arbeit, und für die sehr angenehme und werthaltige Zusammenarbeit!

DNLA - Discovering Natural Latent Abilitie